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  • Marlene & Friedemann

Jede Geschichte hat ihren Anfang.

Nun fahren wir auf der Autobahn, in 100 Kilometer geht es auf den Brenner Richtung Italien und wir haben uns doch dazu entschieden, gleich die ganze Strecke ohne Übernachtung bis an den Gardasee zu fahren.


Wenn uns das jemand vor zwei Jahren erzählt hätte, dass wir uns in einem selbstausgebauten Van auf Reise begeben werden, ich wette, dass wir das nicht geglaubt hätten. Immerhin war damals noch der Plan, dass wir ein Auslandsjahr in Australien verbringen werden. Ich persönlich (Marlene) hatte immer schon ein wenig den Gedanken, ob das denn wirklich das Richtige für uns sei. Wir wollen noch immer dort hin und diesen wundervollen Kontinent besuchen, doch ihr kennt das Gefühl bestimmt, wenn sich etwas nicht zu 100% richtig anfühlt. Und zu wissen, dass man so viele Kilometer von zu Hause weg ist, hat sich eben für mich nicht richtig angefühlt. Zumal das Vorhaben für uns zwei auch nicht gerade günstig gewesen wäre. Das ist auch der Grund, weshalb wir schon so früh angefangen haben zu Sparen. Im Sommer 2018 kam tatsächlich meine Mama auf die geniale Idee, warum wir nicht einfach in Europa reisen und dabei noch das machen, was unsere Leidenschaft ist. Die Musik. Von dem ersten Satz an waren wir sofort voller Vorfreude und Motivation, haben sofort angefangen nach Transportern zu schauen und uns einen Überblick zu verschaffen. Welche Größe, Kilometerstand, Klimaanlage und so weiter und so fort. Das Budget musste natürlich auch passen, wobei uns eher wichtig war, dass er in einem guten Zustand und noch nicht viele Kilometer gefahren ist. Im November haben wir dann unser jetziges kleines zu Hause gefunden, ein Mercedes Sprinter Baujahr 2011 und was sollen wir sagen, er ist wie ein Neuwagen. Kein Rost, keine merkwürdigen Geräusche und keine Probleme. Selbst nach einem halben Jahr herumstehen und nur einem Strich in der Tankanzeige spang er immer an und fuhr wie ein Bienchen. In den kalten Monaten haben wir ihn in einer Lagerhalle überwintern lassen, bis wir ihn dann für den Umbau Anfang April zu uns auf das Grundstück gefahren haben. Seitdem konnten wir endlich mit dem Handwerken beginnen. Es ist jetzt irgendwie total verrückt, wenn wir uns an den Anfang erinnern. An die Zeit, wo wir noch nicht wissen, wie sich was umsetzen lässt und die Solarpanele und die Heizung die größte Problematik für uns war.




Dass unser Auto einst ein leerer Innenraum, bestehend aus Metall und zerkratzten Stahlträgern war, ist mittlerweile kaum zu glauben. Von Anfang April bis Ende August haben wir gesägt, geschraubt, Pläne geschmiedet und gut überlegt, wo etwas hinsoll, damit es später praktisch ist und uns bloß nicht in die Quere kommt. Planung war in diesem Zeitraum Alles. Doch ich muss auch sagen, dass es sich als wahnsinnig entspannt bewiesen hat. Denn mit vielen Infos aus dem Internet und von YouTube, bekommt man doch recht schnell einen Überblick.

So. Genug jetzt aber von diesem ganzen Gelaber, immerhin soll dieser Blog interessant und nicht zum Einschlafen sein. Wir werden euch immer mal wieder von Geschichten, die wir erleben berichten, wie es ist, Straßenmusik zu machen und vielleicht auch den Einen oder Anderen Tipp, bezüglich Minimalismus, Kochen und Reisen geben. Wir freuen uns wahnsinnig, euch so mit auf unsere Reise nehmen zu können und euch daran Teil haben zu lassen.



In Liebe,

Marlene & Friedemann

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