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  • Marlene & Friedemann

Die Reise nach Montemarcello

Lazise war unser erstes Reiseziel. Und am Ende war unser Aufenthalt doch länger, als geplant. Denn aller Anfang ist schwer und so hatten wir ein kleines Problem mit unserer Solarbatterie. Nachdem wir verzweifelt nach Lösungen gesucht haben, mussten wir uns eine neue Batterie bestellen und so auch eine Woche länger am Gardasee bleiben. Wir haben die Zeit wunderbar genutzt, viel Straßenmusik gemacht, einen tollen Stellplatz gefunden, der uns viele Tage glücklich gemacht hat und uns von der Sonne bräunen lassen. Am 13.09. haben wir uns dann endlich auf den Weg Richtung Mittelmeer gemacht. Mit einem kleinen Zwischenstopp in Modena, erreichten wir dann am frühen Abend „La Spezia“. Doch nicht um die Stadt zu erkunden, sondern eigentlich hatten wir einen schönen Stellplatz mit toller Aussicht auf das Meer gefunden. Am Ende stellte sich doch heraus, das der Weg mehr aus Schlaglöchern als aus Asphalt bestand. Oben angekommen war die Aussicht jedoch unbeschreiblich und die umständliche Fahrt nach oben hatte sich doch gelohnt.




Porto Venere

So trug uns unser Van weiter gesund und heile die Küste entlang und wir kamen in das kleine Dörfchen Montemarcello, welches wir nun kennen und lieben gelernt haben. Am Morgen danach sahen wir im Sonnenlicht die Schönheit der kleinen Stadt und entdeckten das Djungelparadies mit vielen wundervollen Wanderwegen. Aus Zufall hatte Friede gesehen, dass sich in der Nähe ein Strand befindet. Also haben wir uns auf den Weg gemacht und uns diesen als Tagesziel gesetzt. Ohne zu wissen, worauf wir uns da einlassen, sind wir ahnungslos zwei Wanderern gefolgt und wurden durch kleine enge Gassen aus der Stadt hinaus geführt. Und ab dort begann das Abenteuer. Steile Treppen, keine Geländer, Aussichten wie in einem Film und azurblaues, klares Wasser begegneten uns auf diesem wohl spannendsten Abstieg, den wir je hatten. Und das Rauschen der Wellen wies uns den Weg, welcher immer tiefer zum Meer führte. Unten angekommen wurden wir von einer schmalen Bucht mit schwarzem Sand empfangen. Es waren nur sehr wenig Menschen dort, was das ganze noch idyllischer wirken ließ. Da wir an einem Samstag diesen wunderbaren Fleck Erde fanden, wurden wir nur eine Stunde später von mehreren Passagierbooten mit Urlaubern überrascht. Irgendwann wurde es so voll, dass die Ruhe verloren ging und wir uns auf den Heimweg machten, welcher sich als sehr anstrengend erwies.





Wir fanden heraus, dass wir an diesem Tag 250 Meter runter und auch wieder hoch „geklettert“ sind. Nach einem leckeren Mittagessen ließen wir dieses Abenteuer Revue passieren und überlegten, wo uns der Weg als nächstes hinführen soll. Tatsächlich hatten wir uns dazu entschieden, einen neuen Stellplatz für die kommende Nacht zu suchen. Allerdings führte es uns schon einen Tag später wieder zurück nach Montemarcello.





Montemarcello

Nach einer kräfteraubenden Djungelwanderung haben wir uns in einem kleinen Restaurant in der Altstadt noch ein Eis und ein paar Pommes gegönnt. Als wir geplant hatten, uns für den Sonnenuntergang noch ein schönes Plätzchen zu suchen, um diesen Blogbeitrag zu schreiben, wurden wir von einem sehr freundlichen Deutschen begrüßt, der sich als unser Van-Nachbar herausstellte. Nach einem tollen Gespräch über das Reisen an der Küste und in den Ländern Europas sitzen wir nun hier und beobachten den Sonnenuntergang, schreiben diese Zeilen und freuen uns schon sehr auf den morgigen Tag, an welchem wir nochmal den wundervollen Strand besuchen wollen.



In Liebe,

Marlene & Friedemann.

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